Das sind die Referent*innen des 20. Forum Neue Energiewelt

„Unser heutiges Energiesystem baut auf chemische Rohstoffe als Speicher und so wird auch jedes zukünftige System Speicherkomponenten benötigen. Der richtige technologische Mix ist gefragt, um ein möglichst stabiles und gleichzeitig effizientes System zu erreichen.“

Julia Badeda, ABO Wind

„In den kommenden zehn Jahren müssen wir die Klimakrise in den Griff kriegen. Dafür müssen wir sofort das alberne Politik-Mikado beenden und ins Handeln kommen. Wir brauchen radikalen Klimaschutz: Klimaschutzgesetz sofort, Kohleausstieg und Ende des fossilen Verbrennungsmotors bis 2030. Politik muss visionär sein: wir müssen das tun, was angesichts der bereits erreichten Kipppunkte nötig ist - nicht das, was gerade machbar erscheint.“

Lisa Badum, Deutscher Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen

„PPA sind im Ausland schon seit Jahren ein wichtiges Instrument zur Finanzierung vor allem von Windkraftanlagen. Sie stellen eine starke Ergänzung des EEG dar und sind perfekt für den Übergang hin zu 100% Erneuerbare Energien. Deshalb sollten wir uns jetzt intensiv dazu austauschen.“

Tina Barroso, Conexio

„Trotz Energiewende und Marktliberalisierung bleibt der Energiemarkt statisch. Weder Energieversorgern noch Preisvergleichern ist es gelungen, die Bereitschaft zum Wechsel nennenswert zu aktivieren. Jedes Jahr verzichten 90% der Menschen darauf den Stromanbieter zu wechseln, im Solarmarkt sieht es nicht besser aus. Woran liegt das eigentlich? Und wo sind Antworten der Frage zu suchen, was schafft Mehrwert?“

Eike Dehning, dhng Consulting

„Die Energiewende ist für mich nicht nur der Weg zu einer sicheren, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Energieversorgung. Sie ist gleichzeitig eines der größten und spannendsten technischen Innovationsprojekte der jüngeren Industriegeschichte. Innovation ist aber kein Ziel an sich – über den Erfolg neuer Technologien entscheidet die Frage, ob sie zum gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Fortschritt beitragen.“

Andreas Feicht, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

„Die Energiebranche kann und muss den größten und Beitrag leisten, das 1,5°-Limit der globalen Erwärmung einzuhalten. Technisch und wirtschaftlich sind die wesentlichen Herausforderungen beherrschbar, wo bleibt eigentlich die notwendige Dynamik?“

Fabian Huneke, energy brainpool

„Neue Mobilitätsformen wie E-Scooter oder Ridesharing-Dienste können schon heute dafür sorgen, dass wir schneller unterwegs sind. Wir brauchen endlich eine Politik, die die Legalisierung dieser nicht verhindert, sondern ökologisch und ökonomisch sinnvolle Fortbewegungsarten zulässt!“

Daniela Kluckert, Deutscher Bundestag, FDP

„In Gebäuden muss ein Großteil der Emissionsminderungen durch die Senkung des Energieverbrauchs erfolgen, weil erneuerbare Energien nicht in unbegrenztem Maße zur Verfügung stehen und der Bedarf an Erneuerbaren in allen energieverbrauchenden Sektoren (Strom, Wärme und Verkehr) steigt. Zudem ermöglichen Effizienzsteigerungen oftmals erst den Einsatz einer erneuerbaren Wärmeerzeugung wie bspw. durch Wärmepumpen oder Niedrigtemperatur-Wärmenetze. Statt weniger Effizienz und eine Kompensation durch Erneuerbare sind sowohl mehr Effizienz und mehr Erneuerbare notwendig.“

Barbara Metz, Deutsche Umwelthilfe

„Ein kluges Klimaschutzgesetz ist Deutschlands große Chance für Umweltschutz und wirtschaftliche Innovationen. Unsere Zukunft sind Erneuerbare Energien. Investitionen in moderne Energieinfrastruktur werden langfristig Arbeitsplätze und unseren Wohlstand sichern. Im Gebäudesektor werden wir unsere Klimaziele nur erreichen, wenn wir auf dezentrale Energieversorgung setzen. Außerdem brauchen wir ein CO2-Bepreisungsmodell, das einen sozialen Ausgleich schafft und von dem die meisten Bürgerinnen und Bürger profitieren.“

Klaus Mindrup, Deutscher Bundestag, SPD

„Die Reduktion von CO2 Emissionen ist das große Thema unserer Zeit. Um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir innovative Lösungen, die Menschen beteiligen und es jedem ermöglichen einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten. Die Digitalisierung bietet uns die Chance dank skalierbarer Plattformen und Prozesse große Wirkungen zu entfalten und unsere Welt von morgen zu gestalten.“

Julia Roes, enyway

„Sowohl Solar-Kraftwerke als auch eine dezentrale Energieversorgung werden einen wertvollen Beitrag zu einem nachhaltigeren Energiemix in Europa leisten.“

Moritz Rolf, Sungrow EMEA

„Erneuerbare Energien sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudiskutieren, wir müssen uns innerhalb der neuen Energiewirtschaft von den Barrieren der EEG-Förderung lösen und ganzheitlicher denken. Strom aus regenerativer Erzeugung ist mit Abstand die preisgünstigste Herstellung unabhängig vom Standort und der Gesetzgebung. Als Ingenieursdienstleister beschäftigen wir uns zu jeder Zeit mit kostengünstiger Versorgung vor Ort. Lassen Sie uns über die Möglichkeiten des EEG hinaus nachdenken, was möglich ist. Wir als MaxSolar sehen die Verquickung von E-Mobilität, Vor-Ort-Erzeugung und Speicherung als Elementar an. PPA ist ein weiter Baustein dazu, den wir aus Praxisbeispielen vorstellen möchten!“

Christoph Strasser, MaxSolar

„Auch Japan steht, wie Deutschland, vor den Herausforderungen der Energiewende und nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung, um diese zu bewältigen. Durch den Schwerpunkt im Ausbau der Photovoltaik sind z.B. auch schon bei niedrigeren Gesamtanteilen der erneuerbaren Energien im Netz ähnliche Aufgaben zur System- und Netzintegration zu erbringen wie in Deutschland. Smart Grids, virtuelle Kraftwerke und Regelleistungsmarkt, auch der Peer-2-peer-Handel sind Themen, die in Japan derzeit große Aufmerksamkeit erfahren. Durch die erst vor Kurzem erfolgte Liberalisierung der Energiemärkte ist deren Aufbau insgesamt noch in vollem Gang.“

Stefan Thomas, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

„Wind, PV und Speicher – die Mischung machts, wie so oft im Leben! Und am besten als Gewürz noch eine Prise „PPA“ obendrauf!
So oder so ähnlich könnte man die Anlagenkonzepte für die Zeit nach dem EEG beschreiben, ist doch insbesondere PV-Energie inzwischen eine der günstigsten Energieformen geworden! Diese Konzepte werden es sicher sein, die uns in Zukunft durch die Energiewende begleiten, aber ganz so einfach wird das nicht auf jede Anlagengröße skalierbar und jedem Finanzierer erklärbar sein. So gibt es auch Gegenpositionen wie z.B. Hans Josef Fell von der Energy Watchgroup. Er fordert z.B. weiterhin eine feste EEG-Vergütung bis 40MW Anlagengröße, um die Energiewende möglichst schnell voranzubringen. Welche Konzepte heute schon wirtschaftlich sind und was Speicher dazu beitragen können, das wird sicher eines der wichtigsten Themen beim diesjährigen Forum Neue Energiewelt in Berlin sein.“

Hans Urban, Smart Power

„Die Zukunft ist kaum berechenbar. Beim letzten Forum Neue Energiewelt war nicht abzusehen, welche Dynamik in die Klimadiskussion kommen würde. Und dass die Klimaziele nur zu erreichen sind, wenn alle Energiebereiche zusammen gesehen und miteinander verknüpft werden. Darum soll es im 20. Forum Neue Energiewelt gehen: Wie wir den Zeitenwandel nutzen können, um die neue Energiewelt möglichst schnell und effektiv wahr werden zu lassen. Klug, durchdacht, kraftvoll. Ich freue mich darauf, als Moderator wieder die Energie des Forums zu bündeln.“

Heiner Wember, Moderator