Grußwort Staatssekretär Andreas Feicht

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Zeit der Jahresrückblicke liegt zwar noch vor uns, aber eines ist jetzt schon klar: das Jahr 2019 stand und steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Die vergangenen Sommer, die von der ISS übertragenen Bilder der großflächig verdorrten Erde, Naturkatastrophen in aller Welt haben uns vor Augen geführt, welche Folgen der Klimawandel heute schon hat. Auch die Politik hat das verstanden. Dem Konsens zum Kohleausstieg folgten die vom Klimakabinett geschnürten Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030. Und auch wenn sie vielen nicht weit genug gehen, bringen sie doch eine entscheidende Neuerung mit sich: CO2 bekommt einen - zu Beginn moderaten - Preis, der aber mittel- und langfristig steigen wird. Vor allem das langfristige Preissignal ist es, das Menschen und Unternehmen die nötige Planungssicherheit für Entscheidungen in der Zukunft gibt.

Die Entscheidungen des Klimakabinetts sind ein Meilenstein, die auch der Energiewende weiteren Schub verleihen werden. Dabei müssen wir weiter darauf achten, dass wir die Akzeptanz für die Energiewende wahren. Aktuell wird sie zwar von einer großen Mehrheit im Land unterstützt. Aber dort, wo sie umgesetzt wird, sei es beim Stromnetzausbau oder beim Ausbau der Windenergie an Land, stößt sie nicht selten auf Widerstände. Für den langfristigen Erfolg der Energiewende ist es wichtig, dass wir auch diejenigen Menschen im Land mitnehmen, die sich aus individuell oft nachvollziehbaren Gründen im Augenblick mehr um ihren Arbeitsplatz, ihre Stromrechnung, den Natur- und Artenschutz oder die Versorgungssicherheit sorgen.

Sie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums Neue Energiewelt, tragen mit Ihrer Freude an der Herausforderung, dem Wettbewerb der Ideen und der Faszination am wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei. Denn der erklärte Wille vieler Menschen in Deutschland zu klimafreundlicherem Verhalten braucht entsprechende innovative unternehmerische Angebote, die sich in das energiepolitische Zieldreieck aus Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit einfügen.

Insofern sehe ich dem diesjährigen Forum mit Interesse und einer gehörigen Portion persönlicher Neugier entgegen.“

Mit freundlichen Grüßen

Staatssekretär Andreas Feicht
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie